Aktuelles
20. 5. 2010
Editoral
Die Online-Korrespondenz der Vollmondbriefe darf nicht sterben. Zu viel hat sich aufgestaut, was nicht als Sonntagsgeschichte taugt, und das Mittelmaß aller guten Dinge ist. Was die hiesige Sozialdemokratie im Wahlkampf als Jahrhundertprojekt feiert, wurde bereits im 19. Vollmondbrief als Jahrhundertblödsinn enttarnt. Mit den Vollmondbriefen 35 und 36 lässt sich das elende Sozialgesetzbuch 2, auch als Hartz IV bekannt, elegant entsorgen. Es lohnt sich, zum exklusiven Kreis der Vollmondleserschaft zu gehören. Im Folgenden der nächste Jahrhundertblödsinn und ein Nachruf auf einen Menschen, für den das Mittelmaß Gift – und er umgekehrt Arznei dagegen war. Hartz IV bekannt, elegant entsorgen. Es lohnt sich, zum exklusiven Kreis der Vollmondleserschaft zu gehören. Im Folgenden der nächste Jahrhundertblödsinn und ein Nachruf auf einen Menschen, für den das Mittelmaß Gift – und er umgekehrt Arznei dagegen war.Hartz IV bekannt, elegant entsorgen. Es lohnt sich, zum exklusiven Kreis der Vollmondleserschaft zu gehören. Im Folgenden der nächste Jahrhundertblödsinn und ein Nachruf auf einen Menschen, für den das Mittelmaß Gift – und er umgekehrt Arznei dagegen war
Hartz IV bekannt, elegant entsorgen. Es lohnt sich, zum exklusiven Kreis der Vollmondleserschaft zu gehören. Im Folgenden der nächste Jahrhundertblödsinn und ein Nachruf auf einen Menschen, für den das Mittelmaß Gift – und er umgekehrt Arznei dagegen war.
38. Vollmondbrief
16. 3. 2010
Ostern auf die Ries!
Je länger der Krieg vorbei ist, desto näher scheint er zu
rücken – einem langen vielfältigen Vergessen geschuldet, das stetes Erinnern an
die Nazi-Gräuel erfordert, zumal immer noch Unverbesserliche aus seltsamen
Biotopen von einem Nationalsozialismus mit friedlichem Antlitz träumen und sich
mit Erfolg um die höchsten Ämter der Republik bemühen, sich leicht dahin von
irgendwas distanzieren, heimlich mit alten Orden und Mutterkreuzen klimpern und
mit Schuldzuweisungen und blitzblauen Augen strahlend das Heil in immerwährender
Dummheit verkünden.
Jetzt wo Sechzehnjährige wählen, für die der Krieg ganz weit
weg ist, die seit Jahren keine Geschichtsstunde mehr hatten, dürfen wir erst
recht nicht darüber schweigen, was damals geschah, der von den Nazis entfesselte
Weltkrieg mit 60 Millionen Toten, sechs Millionen grausam ermordeten Juden, drei
Millionen erschossenen und verhungerten Kriegsgefangenen aus der damaligen
Sowjetunion. Millionen Menschen anderer Völker gedemütigt, verschleppt,
vergewaltigt, ermordet, Hunderttausende anders Denkende, anders Gläubige und
anders Fühlende im Namen des Volkes mit und ohne Urteil erschossen, aufgehängt,
geköpft, erschlagen, Kranke, Behinderte und zum Schluss noch alle umgebracht,
die bei diesem Schlachten und Morden nicht oder nicht länger dabei sein wollten,
die nicht mehr zusehen konnten und keine Befehle mehr ausführen wollten, die
ihre Kinder davor bewahren wollten, zu Opfern und Mördern zu werden.
Es waren
Zehntausende, die sich dem Mordalltag widersetzten, allein in der Steiermark. So
genau hat es nachher keiner wissen wollen – ein ganzer Geburtsjahrgang vor den
Nazis versteckt. Sieben von ihnen ist im Anstieg auf die Ries ein Denkmal
gewidmet. Jedes Jahr am 4. April um 12 Uhr mittags, als sie 1945 vor die Stadt
geführt, erschossen und ausgestellt wurden, um vorbeiziehende Truppen von einer
geschlossenen Desertion abzuhalten, gedenken wir ihrer und dem täglichen Morden
mit Ansprachen und Liedern, nicht zuletzt, um die Lügen und Legenden von damals
unter der faulen braunen Decke hervorzuholen.
Wer waren die Mörder und
Feiglinge? Die Befehlsgeber und -empfänger, die bis in den Kadaver Gehorsamen
oder die Befehlsverweigerer und alle, die erkannten, dass die Mörder und
Verbrecher die eigene Sprache sprachen? Dass Täter und Mitläufer nachher
unbehelligt blieben, Karriere machen konnten und ihren Kindern und Kindeskindern
auf deren bohrende Fragen alles Mögliche erzählten und dass man mit 14 alt genug
zum Sterben sein soll, macht unseren Einsatz doppelt erforderlich.
Ich bitte
alle, ein Zeichen zu setzen und am Ostersonntag um 12 Uhr mittags auf die Ries
zu kommen.
15. 2. 2010
Faschingsmondclip Nr. 6
20. 6. 2008
Buchankündigung:
Hans Fraeulin
Theater und Videoarbeit mit Behinderten und Nicht-Behinderten,
Handbuch, 200 S mit 32 S/W-Abbildungen,
Böhlau-Verlag Wien, 29,90€
Erscheinungstermin Frühjahr 2009
6. 3. 2008
Gedenkfeier für Deserteure am 4.4. 2008 auf der Ries
Video Gedenkfeier für Deserteure
14. 06. 2007
Lieder vom Krieg
Helfried Edlinger 1948-2006
Mein erster österreichischer Film - ein Nachruf...
15. 1. 2006
Staatsoper Molwanien gegründet
Nach etlichen Anläufen wurde die molwanische Staatsoper gegründet ...
27. 8. 2005
Wolfgang Bauer 1941-2005
Der Dramatiker erlag einem Herzleiden. Ein Nachruf...
20. 7. 2005
Auf der IPA16
Die International Play Association veranstaltete in Berlin ihren 16. Weltkongress. Das Pick-up Theater war dabei…
70 Millionen Jahre Spiel im Netz
Nach vier Jahren ist die Enzyklopädie des Spiels endlich abrufbar…
Jean Faure
Jean macht mit und sorgt für die französische Fassung von 70 millions ans de jeu, auch gesprochen…
ICHIM05
Eine Jury von Professoren der Sorbonne und der École du Louvre findet 70 Mio. Jahre Spiel würdig, auf der nächsten Weltkonferenz für kulturelles Erbe und digitale Medien im September in Paris präsentiert zu werden…

